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Dem Hund Zecken entfernen – so gelingt es mühelos

Dem Hund Zecken entfernen – so gelingt es mühelos

Zecken sind Parasiten, deren Wirte grundsätzlich Wirbeltiere sind. Deswegen befallen sie nicht nur Hunde, sondern auch Menschen oder Pferde, um deren Blut zu saugen. Tatsächlich tun sie das mit einem winzigen Rüssel. Der umgangssprachliche „Zeckenbiss“ ist daher in Wirklichkeit ein Zeckenstich. Hundehalter reagieren auf Zecken sehr unterschiedlich. Die einen finden es überhaupt nicht schlimm, Zecken mit den blossen Fingern zu entfernen, während die anderen sich bei dem Gedanken daran schon ekeln und Zecken nur mit speziellen Werkzeugen greifen wollen. Die richtige Methode ist immer die, die gut funktioniert. Wie du beim Hund Zecken entfernen kannst, erklären wir dir hier.

1. Tierarzt zur Prophylaxe aufsuchen

Auch wenn du keine Schwierigkeiten damit hast, deinem Hund Zecken zu entfernen, ist es besser, dich einmal grundsätzlich mit dem Tierarzt zu beraten, welche Art von Zeckenprophylaxe für deinen Hund am besten passt. Denn Zecken können Erreger verschiedener Krankheiten übertragen, bevor du sie entfernt hast.

Zur Zeckenabwehr sind verschiedene Produkte im Angebot:

  • Repellents: Sie sollen verhindern, dass Zecken den Wirt durch seinen Geruch überhaupt finden können.
  • Spot-on-Präparate: Ein Insektizid in flüssiger Form wird dem Hund in den Nacken geträufelt und wirkt über die gesamte Haut.
  • Zecken- und Flohhalsbänder: Sie enthalten ebenfalls ein Insektizid, das Zecken tötet.

Eine Beratung durch einen Tierarzt bei der Auswahl zum Zeckenschutz ist sinnvoll, weil es wichtige Unterschiede gibt. Ein grosser Nachteil der komfortablen Spot-on-Präparate ist zum Beispiel, dass sie für Katzen und Wasserorganismen giftig sind. Ein Hund sollte damit nicht in Flüssen oder Seen schwimmen und Katzen geraten in Gefahr, sich zu vergiften, falls sie den Hund ablecken.

2. Zeckenbisse erkennen lernen

Am besten ist es natürlich, eine Zecke zu entdecken und zu entfernen, bevor sie sich festgesaugt hat. Das funktioniert besonders gut bei Hunden mit hellem, kurzem Fell. Bei schwarzen Hunden dagegen ist es fast unmöglich, Zecken mit dem blossen Auge zu erkennen. Hier tut der Halter gut daran, seinen Hund nach Spaziergängen abzutasten.

Ältere Hunde können kleine Hautveränderungen haben, die harmlos sind, aber wie Zecken wirken. Gerade Hunde mit schwarzen Hautpigmenten haben gelegentlich kleine Hautverdickungen, die leicht mit Zecken zu verwechseln sind. Deshalb ist es im Zweifelsfall wichtig, genau – notfalls auch mit einer Lupe – hinzusehen, bevor du versuchst, die vermeintliche Zecke herauszureissen.

3. Hilfsmittel zur Entfernung der Parasiten nutzen

Im Fachhandel findest du verschiedene Geräte, die dir helfen, wenn du deinem Hund Zecken entfernen musst. Am weitesten verbreitet sind Zeckenzangen und Zeckenpinzetten. Eine Zange eignet sich sehr gut für Zecken, die sich noch nicht vollgesaugt haben und entsprechend winzig sind. Sie ist klein, leicht und passt in jede Hosentasche – perfekt für unterwegs. Zeckenpinzetten sind etwas grösser und schliessen sich nicht vollständig, um eine vollgesaugte Zecke nicht zu zerdrücken. Dieses Gerät kannst du gut gebrauchen, wenn ihr schon wieder daheim seid.

Ausserdem gibt es Zeckenkarten, die wie eine Scheckkarte aussehen und eine dreieckige Aussparung am Rand haben, um sie unter die Zecke zu schieben und sie so heraus zu hebeln. Dabei ist es schwierig, die Zecke festzuhalten. Wenn sie dir entkommt, hat dein Hund eventuell gleich noch einen weiteren Zeckenbiss. Zeckenschlingen schliesslich funktionieren ähnlich wie Zangen, nur legt sich eine kleine Schlinge wie ein Lasso um die Zecke, um sie zu erfassen.

4. Zecken vollständig entfernen

Zur Zeckenentfernung musst du schon kräftig ziehen, aber möglichst nicht ruckartig. Dann kann es nämlich passieren, dass der Kopf der Zecke steckenbleibt und du ihn mühsam heraus operieren musst. Winzige Reste der Beisswerkzeuge schaden einem gesunden Hund nicht, wenn sie steckenbleiben. Im Zweifel kannst du dir vom Tierarzt helfen lassen, falls du eine Zecke nicht ganz entfernen konntest. Tipps wie das Beträufeln der Zecke mit Öl, Alkohol oder Lösungsmitteln sind nicht hilfreich. Ein dadurch verzögertes Ausreissen der Zecke erhöht nur die Infektionsgefahr.

5. Andere Krankheiten ausschliessen

Zecken übertragen Krankheitserreger. In Frage kommen Borreliose, Ehrlichiose, Babesiose und Frühsommermeningoenzephalitis (FSME). Ob eine Impfung gegen Borreliose sinnvoll ist, kann dir dein Tierarzt sagen. Nach einem Zeckenbiss solltest du in jedem Fall darauf achten, ob sich an dieser Stelle eine Entzündung entwickelt. Ausserdem könnte dein Hund andere Krankheitssymptome wie Fieber, Gelenkschmerzen oder Abgeschlagenheit zeigen, bei deren Eintreten du einen Tierarzt konsultieren solltest.

6. Flöhe überall bekämpfen

Wenn du dich nicht für einen Zeckenschutz entschieden hast, der auch gegen Flöhe wirkt, sollte zur regelmässigen Fellpflege das Absuchen nach Flöhen gehören. Die winzigen Parasiten selbst wirst du gar nicht entdecken, aber Flohbisse sind gut erkennbar. Meist befinden sich mehrere gerötete und geschwollene Hautstellen in einer Reihe. Übrigens: Da Flöhe auch die Umgebung deines Hundes besiedeln, musst du bei Flohbefall auch Körbchen, Decken, Teppiche und ähnliche Gegenstände gegen Flöhe behandeln.

7. Zecken richtig vernichten

Alle Tipps, wie die erfolgreich entfernte Zecke zu entsorgen ist, sind recht grausam. Tatsächlich ist es aber sinnvoll, die Zecke wirklich zu töten – zum Beispiel durch Zerquetschen oder Verbrennen. Jede andere Form der Entsorgung überleben Zecken unbeschadet.

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