Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

Finde die besten Tierärzte in deiner Nähe
>
Ratgeber-Übersicht
>
Die Läufigkeit beim Hund: So läuft sie ab

Die Läufigkeit beim Hund: So läuft sie ab

Die Läufigkeit gehört zum natürlichen Sexualzyklus beim weiblichen Hund. Zweimal im Jahr verändert sich das Verhalten der Hündinnen und sie duften vor allem in ihrer heissen Phase für Rüden unwiderstehlich. Die ersten Anzeichen für den baldigen Östrus, wie die Brunst bei den Hunden auch heisst, ist vorerst ein blutiger Scheidenausfluss. Erst später befindet sich die Hündin in der Standhitze und zeigt sich dazu bereit, Spermien zu empfangen. Nach einem erfolgreichen Geschlechtsakt bringt die Hündin nach etwa zwei Monaten ihre Welpen zur Welt.

Was ist die Läufigkeit beim Hund?

Die Läufigkeit ist die Bezeichnung für die Brunst beim weiblichen Hund. Sie zeigt die fruchtbare Phase der Hündin an. Möchtest du keine Welpen, dann ist es jetzt wichtig, gut auf das Tier aufzupassen, denn die Rüden riechen den Ausfluss aus der Vulva und lassen nichts unversucht, um die Hündin zu decken. Viele Hündinnen halten sich selbst sauber. Alternativ gibt es im Handel spezielle Läufigkeitshöschen.

Was sind die Anzeichen der Läufigkeit?

Du erkennst den Zustand deiner Hündin an dem Ausfluss aus der Vulva. Darüber hinaus sind folgende Verhaltensänderungen zu beobachten, die sich jedoch von Tier zu Tier unterscheiden:

  • Zickigkeit
  • Appetit- und Lustlosigkeit
  • Zurückziehen
  • Erhöhtes Schmusebedürfnis
  • Gesteigerte Agilität
  • Erhöhtes Ruhebedürfnis
  • Präsentieren vor Rüden
  • Vermehrtes Wasserlassen

Wie du aus der Liste ablesen kannst, reagiert jede Hündin anders auf ihre veränderte Situation.

Wie oft sind Hündinnen läufig?

Eine Haushündin ist in der Regel zweimal im Jahr läufig. Einige Hündinnen der kleinen Rassen verfügen über einen Viermonatszyklus. Beim Wolf, dem wilden Vorfahren des domestizierten Hundes, sowie bei den Dingos und anderen ursprünglich gebliebenen Caniden tritt die Läufigkeit nur einmal im Jahr auf. Die fruchtbare Phase beim Haushund verläuft jahreszeitenunabhängig im sechs- bis siebenmonatigen Turnus. Bei manchen Hunden, vor allem den Vertreterinnen der kleinen Rassen, tritt die Läufigkeit bereits im Alter von sechs Monaten ein. Es gibt aber auch Hündinnen, die zweijährig zum ersten Mal eine fruchtbare Phase durchlaufen. Eine Menopause gibt es bei den Tieren nicht. Ab einem Alter von etwa sieben Jahren lässt jedoch die Fruchtbarkeit nach und es kann zu Läufigkeitsausfällen kommen. Das Intervall verlängert sich oder der Östrus findet nur noch einmal jährlich statt.

Wie verhalten sich Rüden bei einer läufigen Hündin?

Die Rüden reagieren bereits im Proöstrus der Hündin, also zu Beginn der Läufigkeit, mit gesteigertem Interesse. Die Hündin wehrt den Rüden in dieser Phase jedoch ab. Erst in der eigentlichen Brunstphase, in der so genannten Standhitze, zeigt sie Anzeichen der Paarungsbereitschaft. Die Hündin legt ihren Schwanz zur Seite und präsentiert dem Rüden ihre Vulva. Springt der Rüde auf und dringt er in sie ein, schwillt seine Eichel sehr stark an. Gleichzeitig kommt es zu einer Schwellung der Venenpolster in der Vulva. Dadurch entsteht eine Verkeilung von Penis und Scheide. Der Knoten der Eichel verschliesst den Scheideneingang. Der Rüde steigt von der Hündin und beide bleiben Po an Po miteinander verbunden. Dieses so genannte Hängen dauert so lange an, bis die Schwellungen nachlassen. Das dauert im Schnitt etwa 20 bis 30 Minuten, manchmal aber auch nur wenige Minuten oder eine ganze Stunde.

Wie lange dauert die Läufigkeit beim Hund?

Die Dauer der Läufigkeit ist von Hund zu Hund verschieden. Durchschnittlich dauert der Zyklus 18 Tage. Neun Tage entfallen auf die Vor- und weitere neun Tage auf die Nachbrunst. Die Läufigkeit dauert bei einigen Hünden aber auch länger als 21 Tage, wobei zwischen drei und 17 Tage auf die Vorbrunst fallen. Die Zyklusdauer für den Östrus ist ebenfalls individuell verschieden. Schwankungen zwischen drei und maximal 21 Tagen sind möglich. Am zweiten bis vierten Tag der Hauptbrunst finden die Eisprünge statt und die Hündin ist fruchtbar.

Wie verläuft der Östrus beim Hund?

In der Vorbrunst, auch Proöstrus genannt, zeigt sich ein blutiger Ausfluss aus der Vulva. Diese schwillt an und die Vaginalschleimhaut verdickt sich. Die Schleimhaut ist faltig und wirkt blasser. In der Hauptbrunstphase, dem Östrus, nimmt der Gehalt an roten Blutkörperchen im Scheidenausfluss ab und auch die Schwellung der Vulva geht zurück. Der Ausfluss ist dann eher fleischfarbig. Die Schleimhaut erscheint klebrig, blass und ist schollenartig gefurcht. Die Hündin hat ihre Standhitze erreicht und ist nun deckbereit. Die Progesteronkonzentration steigt und der Estradiolanteil im Blut nimmt ab. In der als Metöstrus bezeichneten Nachbrunst schwillt die Scheide ab und der Ausfluss lässt nach. Er erhält gegen Ende eine gelbliche Farbe. Übrigens: Eine Bedeckung kann auch ganz zu Anfang der Nachbrunst noch möglich sein.

Was passiert nach der Läufigkeit beim Hund?

Auf einen geglückten Deckakt folgt die Schwangerschaft. Diese dauert bei der Hündin 58 bis 68 Tage. Während der Nachbrunst klingen die Symptome der Läufigkeit ab. Es dauert noch einige Wochen, bis die hormonellen Veränderungen vorüber sind. An den Eierstöcken entstehen nach dem Eisprung Gelbkörper, die Progesteron produzieren. Progesteron ist das Hormon, das die Gebärmutter auf die Einnistung der Embryos vorbereitet. Die Gelbkörper sind nach neun bis zwölf Wochen abgebaut. Sinkt der Progesteron-Spiegel, begünstigt das die Ausschüttung des milchbildenden Hormons Prolaktin. Deshalb kommt es bei manchen ungedeckten Hündinnen zu einer Scheinschwangerschaft. Im Anschluss daran folgt der Anöstrus, die Ruhephase. Diese dauert bis zur nächsten Läufigkeit an.

Der Tierarztvergleich für die Schweiz. Finde die besten Tierärzte in deiner Nähe - mit Preisen und Bewertungen!

Das könnte dich auch interessieren

Katze frisst nicht mehr: Mögliche Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

Haustiere sind für viele von uns ein bedeutender Teil des Alltags. Besonders Katzen erfreuen sich hoher Beliebtheit und werden für ihre Selbstständigkeit und ihren Charakter geliebt. Wenn du merkst, dass deine Katze nicht mehr richtig frisst, kommt Sorge auf. Im Normalfall ist diese unbegründet und die Fressunlust kann mit etwas Feingefühl und einem Futterwechsel behoben werden. Es kann aber auch sein, dass die Nahrungsverweigerung ernste Hintergründe hat, sodass du dich unbedingt über die verschiedenen Möglichkeiten informieren solltest. In unserem FAQ erfährst du deshalb alles über mögliche Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten, wenn die Katze nicht mehr frisst.

Der Hund frisst nicht – im Zweifel gleich zum Tierarzt?

Mancher Hundehalter weiss, sein Hund frisst nicht immer und alles. Also muss er sich nicht beunruhigen, wenn das gelegentlich vorkommt. Es gibt Hunde, die von Natur aus weniger grossen Appetit haben, und so ein Hund frisst, wie es ihm gerade gefällt. Ist ein Hund aber normalerweise ein guter Fresser, können viele Ursachen hinter einer plötzlichen Appetitlosigkeit stecken. Dann ist es nicht ratsam, eine Untersuchung durch den Tierarzt lange zu verschieben. Sollte der keine medizinischen Gründe für das veränderte Verhalten finden, bleibt noch genug Zeit, alle üblichen Tipps gegen Appetitlosigkeit auszuprobieren.

Hat die Katze Durchfall, muss oft der Veterinär helfen

Eine Katze mit Durchfall ist keine Seltenheit. In vielen Fällen entwickeln sich daraus ernsthafte Begleitsymptome, die immer ein Hinweis auf eine eingeschränkte Gesundheit sind. Ganz unterschiedliche Ursachen können bei einer Katze Durchfall auslösen. Mit der richtigen Pflege und medikamentöser Unterstützung durch den Tierarzt wird häufig eine schnelle Linderung und Heilung erzielt. Allerdings gibt es Katzenkrankheiten, die einen typischen, chronischen Durchfall nach sich ziehen. Schau dir daher am besten unseren Ratgeber an und mach dich für deine Katze schlau.

Welche Katze passt zu mir? Fragen und Antworten

Vielleicht denkst du, dass Katzen im Grunde alle gleich sind. Und das einzige, was sich verändert, ist ihr Fell. Doch damit liegst du falsch. Katzen sind sehr individuelle Wesen und je nachdem, um welche Rasse es sich handelt, haben sie oft ihren ganz eigenen Charakter sie. So gibt es diverse Faktoren, nach denen du deinen Vierbeiner auswählen kannst. Präferierst du beispielsweise ein bestimmtes Aussehen? Magst du eher selbstständige oder menschenbezogene Tiere? Und wie gesprächig hättest du deine Katze gern? Diese und weitere Dinge sind zu bedenken, wenn du dich fragst: Welche Katze passt zu mir?

Der Mastzelltumor beim Hund – die wichtigsten Informationen

Der Mastzelltumor ist ein häufiger Tumor der Haut beim Hund. Der Anteil der Mastzelltumoren an den Unterhaut- und Hauttumoren beträgt etwa 20 Prozent. Für manche Hunderassen besteht ein erhöhtes Risiko. Hunde im mittleren Alter erkranken am häufigsten. Bei dem Mastzelltumor des Hundes handelt es sich um einen bösartigen Tumor, der nicht nur die Haut, sondern auch die Milz, Leber und den Magen-Darm-Trakt betreffen kann. Bis zu 17 Prozent der Hunde, bei denen ein solcher Knoten festgestellt wurde, entwickeln weitere Tumore an anderen Körperstellen. Als Therapie kommt die chirurgische Entfernung, die Strahlentherapie sowie die Chemotherapie infrage, beziehungsweise Kombinationen aller drei Formen.

Katzenseuche: wichtige Informationen zur gefährlichen Krankheit

Katzenseuche – allein schon das Wort klingt gefährlich. Und tatsächlich ist die Krankheit nicht auf die leichte Schulter zu nehmen: Ohne Behandlung endet sie meist tödlich. Damit zählt die Katzenseuche zu den bedrohlichsten Infektionen, die eine Katze bekommen kann. Setzt die Behandlung frühzeitig ein, sind die Chancen auf eine Heilung sehr gut. Die Gefahr ist damit allerdings nicht vollständig gebannt. Die genesene Samtpfote scheidet das für die Erkrankung ursächliche Virus noch lange Zeit aus – und stellt damit ein Risiko für andere Tiere dar. Am besten ist daher eine vorsorgliche Impfung. Alles zur Katzenseuche erfährst du in unserem Ratgeber.