Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

Zurück zur Artikelübersicht

Bei Katzen Zecken entfernen: Die wichtigsten Informationen zum Umgang mit den Parasiten

Katzen sind reinliche Tiere, die die Pflege ihres Fells in der Regel voll im Griff haben. Anders ist es, wenn es um Zecken geht: Vor ihnen ist nicht mal die sauberste Samtpfote sicher. Auf Hilfe angewiesen sind vor allem Freigänger. Während Stubentiger kaum mit den Parasiten in Kontakt kommen, bringen durch Wälder und Wiesen streifende Miezen immer wieder mal ausgehungerte Blutsauger mit nach Hause. Wo verstecken sie sich? Wann ist ein Besuch beim Tierarzt angezeigt? In unserem Ratgeber verraten wir dir, was du über die Parasiten wissen musst und wie du bei Katzen Zecken entfernen kannst.

Was ist eine Zecke?

Die Zecke ist ein stecknadelkopfgrosser Parasit, der zu den grössten Vertretern der Milben zählt und damit zur Gattung der Spinnentiere gehört. Es gibt mehr als 900 verschiedene Zeckenarten weltweit. In unseren Breitengraden sind es vor allem zwei, die unseren Samtpfoten zu schaffen machen: der Gemeine Holzbock (Ixodes ricinus) und die Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus). Die sowohl Menschen als auch Tiere befallenden Parasiten warten in Gräsern, Sträuchern und im Unterholz verborgen auf ihre Opfer. Eine einzige Berührung reicht – und schon halten sie sich mit ihren krallenbewehrten Vorderbeinen im Fell, in der Haut oder in der Kleidung fest. Zecken haben charakteristische, als Säge- und Saugorgan angelegte Mundwerkzeuge, mit denen sie das Blut ihrer Wirte in sich aufnehmen. Dabei sondern sie in ihrem Speichel befindliche Proteine in die Wunde ab. Diese wirken wie ein lokales Betäubungsmittel und verhindern die Blutgerinnung.

Übertragen Zecken Krankheiten auf Katze und Hund?

Ein Zeckenbiss bleibt für die Katze in den meisten Fällen ohne Folgen. Zwar können die Parasiten durchaus Überträger gefährlicher Krankheiten sein, diese stellen aber vor allem für den Hund und den Menschen ein Risiko dar. So ist zum Beispiel die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) bei unseren Samtpfoten gar kein Thema. Fälle von Anaplasmose, Babesiose oder Borreliose treten vereinzelt auf. Entsprechende Symptome zeigen sich allerdings zumeist bei Katzen mit einem ohnehin geschwächten Immunsystem. Zu einem gesundheitlichen Problem kann sich eine mit Viren infizierte Zecke für den Katzenhalter entwickeln. Auch für den Hund stellen die von ihr übertragenen Krankheiten eine Bedrohung dar.

Welche Stellen bevorzugen die Parasiten?

Die Parasiten lieben es warm und bleiben gerne ungestört. Aus diesem Grund lassen sie sich vor allem an Stellen nieder, an denen sie für das befallene Tier kaum erreichbar sind:

  • an den Augenlidern
  • auf der Brust
  • am Kinn
  • im Nacken
  • im oder hinter dem Ohr.

Andere Körperpartien bieten der Zecke deutlich weniger Schutz. Hier können Katzen die Plagegeister oftmals sogar selbst durch Beissen oder Kratzen entfernen. Technisch gesehen kann eine Zecke die Katze aber überall stechen.

Wann ist ein Besuch beim Tierarzt sinnvoll?

In den meisten Fällen sind Zecken kein Grund, einen Tierarzt aufzusuchen. Eine Gefahr für die Katzengesundheit stellen sie nur selten dar – und du kannst sie ganz leicht selbst entfernen. Bei einem sehr starken Zeckenbefall kann sich der Besuch in der Praxis jedoch als sinnvoll erweisen: Hier ist manchmal die Verabreichung zeckenabtötender Medikamente erforderlich. Auch dann, wenn du dir die Entfernung der Parasiten nicht zutraust, kann der Gang zum Tierarzt hilfreich sein. Bei Katzen Zecken zu entfernen ist für viele Veterinäre eine Serviceleistung, die sie gar nicht erst in Rechnung stellen.

Wie kann ich bei Katzen Zecken entfernen?

Um bei Katzen Zecken zu entfernen, kannst du ein Zeckenlasso oder eine Zeckenzange verwenden. Diese speziellen Hilfsmittel vereinfachen die Jagd auf die ungeliebten Blutsauger, sind aber nicht zwingend erforderlich. Auch mit einer normalen Pinzette kannst du sie entfernen. Achte bei der Zeckenentfernung auf folgende Dinge:

  • Drücke das in der Umgebung liegende Fell zur Seite.
  • Packe die Zecke möglichst nah an der Haut, ohne sie zu quetschen.
  • Ziehe den Blutsauger langsam und vorsichtig heraus.

Eine drehende Bewegung ist dabei kein Muss: Da der Stechapparat des Parasiten kein Gewinde hat, reicht ein stetiger Zug. Kontrolliere zum Schluss, ob du die ganze Zecke entfernt hast. Ist der Zeckenkopf abgerissen und stecken geblieben, kann sich die betroffene Stelle entzünden.

Wie entsorge ich Zecken sicher?

Zecken sind ausgesprochen widerstandsfähige, zähe Lebewesen: Viele Parasiten überleben die Entfernungsprozedur. Bleibt eine sorgfältige Entsorgung aus, krabbeln sie munter zum nächsten Wirt. Um das zu vermeiden, kannst du den Blutsauger in eine offene Flamme halten oder mit einem harten Gegenstand zerquetschen. Ist dir das zu brutal, lege das Spinnentier einfach in ein geschlossenes Glas in die Sonne. Es in der Toilette oder im Waschbecken zu versenken, bringt wenig. Unter Wasser ist die Zecke lange lebensfähig.

Ratgeber: Wie schütze ich meine Katze oder meinen Hund vor einem Befall?

Ausgewachsene Zecken lassen sich bei regelmässiger Pflege des Fells einfach aufspüren und entfernen. Larven und Nymphen hingegen bleiben als frühe Entwicklungsstadien quasi unsichtbar. Doch auch sie stechen zu: Ohne Blutmahlzeit kein Wachstumssprung. Mit zeckenabwehrenden und -abtötenden Produkten kannst du deine Samtpfote lückenlos schützen. Prophylaktische Spot-On-Mittel wirken etwa einen Monat lang. Im Genick oder zwischen den Schultern aufgebracht, bieten sie nicht nur einen hervorragenden Zeckenschutz, sondern wirken oftmals auch gegen Flöhe und andere Parasiten. Eine Alternative sind selbstablösende Halsbänder und natürliche Zeckenmittel, die über die Ernährung verabreicht werden können. Hierzu zählt zum Beispiel Kokosöl.

Das könnte dich auch interessieren

Den richtigen Notfalltierarzt finden? So gelingt es

Ein Notfalltierarzt ist dein Ansprechpartner, wenn Hund, Katze oder andere Tiere plötzlich ärztliche Hilfe benötigen. Er hilft bei Schmerzen und diffusen Beschwerden, deren Ursache nicht sofort auszumachen ist. Hinsichtlich seiner Ausbildung und seines medizinischen Fachwissens unterscheidet er sich kaum von einem Tierarzt für alle anderen Behandlungen. Allerdings steht der Notfalltierarzt auch zu ungewöhnlichen Zeiten wie zum Beispiel nach Feierabend, am Wochenende oder an Feiertagen zur Verfügung. Nach der ersten Diagnose und Behandlung verweist er zur weiteren Betreuung an einen Kollegen oder an eine Tierklinik, wo dein Tier vollständig geheilt wird.

Prednisolon Hund – wirksame Therapie bei unterschiedlichen Erkrankungen

Nicht nur wir, auch unsere Hunde und Katzen sind manchmal von Krankheiten betroffen. Um deinem Haustier diese leidige Zeit so angenehm wie möglich zu gestalten, sind viel Ruhe, Geduld und Zuwendung erforderlich. Geeignete Medikamente dienen als Unterstützung und beschleunigen den Heilungsprozess. Dabei gilt Prednisolon für den Hund als wichtiges Arzneimittel, um verschiedene Krankheiten bei den Vierbeinern erfolgreich zu bekämpfen. Die folgenden Informationen geben dir einen Einblick in Anwendungsgebiete und Wirkungsweise von Prednisolon bei Hunden und klären dich über die Therapiemöglichkeiten auf.

Katzenseuche: wichtige Informationen zur gefährlichen Krankheit

Katzenseuche – allein schon das Wort klingt gefährlich. Und tatsächlich ist die Krankheit nicht auf die leichte Schulter zu nehmen: Ohne Behandlung endet sie meist tödlich. Damit zählt die Katzenseuche zu den bedrohlichsten Infektionen, die eine Katze bekommen kann. Setzt die Behandlung frühzeitig ein, sind die Chancen auf eine Heilung sehr gut. Die Gefahr ist damit allerdings nicht vollständig gebannt. Die genesene Samtpfote scheidet das für die Erkrankung ursächliche Virus noch lange Zeit aus – und stellt damit ein Risiko für andere Tiere dar. Am besten ist daher eine vorsorgliche Impfung. Alles zur Katzenseuche erfährst du in unserem Ratgeber.

Tragezeiten Hunde: Wann bringt die Hündin die Welpen zur Welt?

Die Trächtigkeit der Hündin erfüllt viele Hundebesitzer mit Stolz. Schliesslich wird das eigene Tier bald Mutter und bringt niedliche Welpen zur Welt. Das bedeutet eine Menge Verantwortung, aber auch viel Freude. Bis es soweit ist, vergehen rund zwei Monate bangen Wartens. Während der Trächtigkeit, auch Gravidität genannt, sind an der Hündin spannende Veränderungen zu beobachten. Der Bauchumfang nimmt zu, der Appetit nach gutem Hundefutter steigt und hin und wieder spürst du die Bewegungen der Babys, wenn du dein Tier streichelst.

Welche Katze passt zu mir? Fragen und Antworten

Vielleicht denkst du, dass Katzen im Grunde alle gleich sind. Und das einzige, was sich verändert, ist ihr Fell. Doch damit liegst du falsch. Katzen sind sehr individuelle Wesen und je nachdem, um welche Rasse es sich handelt, haben sie oft ihren ganz eigenen Charakter sie. So gibt es diverse Faktoren, nach denen du deinen Vierbeiner auswählen kannst. Präferierst du beispielsweise ein bestimmtes Aussehen? Magst du eher selbstständige oder menschenbezogene Tiere? Und wie gesprächig hättest du deine Katze gern? Diese und weitere Dinge sind zu bedenken, wenn du dich fragst: Welche Katze passt zu mir?

Mittelgrosse Hunderassen: der goldene Mittelweg für Hundefreunde

Nicht zu gross, aber auch nicht zu klein: Mittelgrosse Hunderassen sind für so manchen Hundefreund die ideale Lösung. Wo die Mini-Rasse gelegentlich spöttische Blicke erntet und die riesige Dogge schlicht nicht ins Wohnzimmer passt, wird der mittelgrosse Hund zum treuen Familien- und Freizeitbegleiter. Welche mittelgrossen Rassen gibt es? Was zeichnet diese Rassen aus, wie gelingen Erziehung und Pflege? Vor allem: Sind diese Tiere für dich geeignet? Wir haben uns die häufigsten Fragen rund um mittelgrosse Hunderassen näher angesehen und geben Tipps für den Hundekauf.