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Katzenakne: Sieben spannende Fragen und Antworten rund um die Hauterkrankung

Katzenakne: Sieben spannende Fragen und Antworten rund um die Hauterkrankung

Mitesser, Pickel, unreine Haut – diese Begriffe lassen spontan an Jugendliche oder die Problemhaut einiger Erwachsener denken. Tatsächlich aber kennen auch Katzen das Problem: Leiden sie an feliner Kinnakne, zeigen sich schwarze Punkte und Pusteln am Kinn. Schlimm ist das in der Regel nicht. Nur ausgeprägte Formen der Erkrankung lösen Juckreiz und Schmerzen aus. Wann eine Behandlung erforderlich ist und wie du deiner Samtpfote helfen kannst, verraten dir die Tipps in unserem Ratgeber.

Was ist Katzenakne?

Bei der Katzenakne handelt es sich um eine Hauterkrankung der Katze, die vergleichsweise häufig auftritt und dabei in der Regel völlig harmlos ist. Die auch als feline Kinnakne bekannte Krankheit tritt durch Mitesser, Pickel und Pusteln in Erscheinung, die an besonders talgdrüsenreichen Körperregionen entstehen. In den meisten Fällen befinden sich die verstopften Poren am Kinn des Tieres. Anders als beim Menschen ist die Katzenakne kein Problem, mit dem vor allem Jugendliche zu kämpfen haben. Die Hauterkrankung kommt bei Katzen aller Altersgruppen, Geschlechter und Rassen vor. Der Verlauf der felinen Kinnakne ist sehr verschieden. Während einige Tiere lediglich eine Episode erleben, erleiden andere Katzen nach vermeintlicher Heilung ständige Rückfälle. Die Symptome können auch dauerhaft bleiben.

Welche Symptome weisen auf eine feline Kinnakne hin?

Die Diagnose ist einfach, denn die Akne der Katze ähnelt der eines Menschen: Sie ist durch Eiterpickel (Pusteln) und Mitesser (Komedonen) gekennzeichnet. Diese treten an der betroffenen Hautstelle in Form von schwarzen Pünktchen in Erscheinung. Manchmal zeigen sich auch kleine, feste Knötchen. Hierbei handelt es sich um die sogenannten Papeln.

Dringen Bakterien oder andere Krankheitskeime in die Pickel ein, führt die Infektion zu einer Entzündung. Kommt es zu einer Zerstörung der Follikelwand, in deren Folge sich in den Haarbälgen eingeschlossenes Material wie Haare, Keime, Keratin oder Talg im umliegenden Gewebe verteilen kann, löst dies eine starke Reaktion aus. Die betroffene Katze wird von Juckreiz geplagt und empfindet vielleicht sogar Schmerzen. Das ist jedoch selten: In den meisten Fällen scheint die Hautveränderung die Vierbeiner nicht zu stören.

Wie kommt es zu der Hauterkrankung?

Weshalb es zu einer Veränderung der Haut im Kinnbereich kommt, ist nicht ganz klar. Aus diesem Grund sprechen Tierärzte bei der Katzenakne von einer „ideopathischen“ Krankheit: Die Ursachen für die Erkrankung sind nicht bekannt.

Im Normalfall kann das in den Talgdrüsen gebildete Sekret auf die äussere Haut abfliessen. Hierzu nutzt es feine Gänge. Ist ein Abfluss nicht möglich, sammelt sich der Talg an. Es kommt zur Weitung der Haarbälge – und das nennt man dann Mitesser. Pickel entstehen, wenn eine Infektion mit Bakterien wie Staphylokokken oder Streptokokken hinzukommt. Als mögliche Auslöser für die feline Kinnakne gelten

  • eine übermässige Talgproduktion
  • eine Besiedlung der Haut mit Bakterien
  • ein geschwächtes Immunsystem
  • mangelhaftes Putzverhalten
  • Stress

Welche Informationen erhalte ich bei einem Besuch beim Tierarzt?

Grundsätzlich solltest du zum Tierarzt gehen, sobald du Veränderungen an der Haut im Bereich des Kinns bei deiner Katze bemerkst. Die feline Kinnakne ist zwar nicht gefährlich, kann aber zu unangenehmen Entzündungsreaktionen führen. Die Untersuchung durch einen Veterinär macht auch Sinn, um Proben zu nehmen und eine Infektion mit Hefepilzen oder Milben auszuschliessen.

Wann wird die Katzenakne behandelt?

Die meisten Hauskatzen leiden an einer vergleichsweise schwachen Ausprägung der felinen Kinnakne. Sie zeigen zwar Symptome, sind aber gesundheitlich nicht beeinträchtigt. In diesen Fällen ist eine Behandlung mit Antibiotika und sonstigen Medikamenten nicht erforderlich. Hat deine Samtpfote viele Eiterpickel, quält sie sich mit einem Juckreiz oder hat Schmerzen, solltest du eine adäquate Behandlung einleiten.

Welche Behandlung hilft gegen Mitesser und Pickel?

Bei leichten Formen der Katzenakne reicht oftmals schon die regelmässige Reinigung des betroffenen Bereichs mit hautfreundlichen Desinfektionsmitteln, um eine Heilung oder Verbesserung zu erzielen. Zu den geeigneten Mittel zählen zum Beispiel ein zweiprozentiges Benzoylperoxid-Shampoo für Katzen und Hunde und verschiedene Chlorhexidin-Lösungen. Kommt eine Infektion der Haut durch bestimmte Bakterien hinzu, ist die Gabe von Antibiotika wie Ampicillin oder Cephalosporine erforderlich. Gegen einen zusätzlichen Befall mit Pilzen helfen spezielle Anti-Pilz-Mittel (Antimykotika). Sie lassen sich sowohl äusserlich als auch – in schweren Fällen – innerlich anwenden. In besonders ernsten Fällen verabreicht der Tierarzt auch Kortison.

Wie kann ich der Entstehung von Katzenakne vorbeugen?

Da Informationen über die Ursache der Katzenakne fehlen, sind nur wenige Massnahmen bekannt, die der Entstehung der Hauterkrankung entgegenwirken können. Hilfreich kann es zum Beispiel sein, wenn du bei der Katze Stress vermeidest und darauf achtest, dass sich deine Samtpfote gründlich putzt. Darüber hinaus ist auch die regelmässige Reinigung der Futterschüsseln zu empfehlen: Hier könnten Bakterien leben, die die Haut deiner Katze besiedeln und so zur Entstehung der Katzenakne beitragen.

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