Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

Finde die besten Tierärzte in deiner Nähe
>
Ratgeber-Übersicht
>
Würmer bei Katzen – gute Hygiene reicht nicht immer aus

Würmer bei Katzen – gute Hygiene reicht nicht immer aus

Würmer bei Katzen haben vielschichtige Ursachen, aber eines gemeinsam: Ein Wurmbefall zieht meist massive gesundheitliche Beschwerden nach sich. Die hartnäckigen Parasiten lösen zahlreiche Krankheitssymptome aus. Als aufmerksamer Halter und Katzenliebhaber erkennst du diese bei aufmerksamer Beobachtung schnell. Das ist bei beim Wurmbefall auch wichtig, denn der rechtzeitige Gang zum Tierarzt kann den Tieren schnell Linderung verschaffen. Ausserdem trägst du damit für deine eigene Gesundheit Sorge, denn eine Vielzahl an Schmarotzern kann auf Menschen übertragen werden. Sind Katzen von Würmern befallen, hat das nichts mit mangelnder Hygiene zu tun. Alles zum Thema erfährst du hier.

Gibt es verschiedene Würmer bei Katzen?

Würmer verursachen bei Katzen genauso Probleme wie bei Hunden. Bei Katzen aller Rassen kommen vor allen Dingen folgende Wurmarten vor:

  • Gurkenkernbandwurm
  • Dickhalsiger Bandwurm
  • Fischbandwurm
  • Lungenwürmer
  • Haarwürmer
  • Spulwürmer
  • Hakenwürmer

Diese Aufzählung umfasst die typischen Wurmparasiten der Klasse der Bandwürmer und der Klasse der Fadenwürmer. Betroffen sind überwiegend Freigänger. Allerdings können auch Katzen in Wohnungshaltung mit den Schmarotzern in Kontakt kommen. Das geschieht beispielsweise, wenn sie mit Hunden zusammenleben, die einen Wurmbefall haben, und durch Kontakt mit Verschmutzungen, die der Mensch in die Wohnung trägt. Übrigens: Die ebenfalls verbreiteten Giardien sind keine Würmer, sondern Einzeller.

Welche Symptome verursacht ein Wurmbefall?

Würmer bedingen bei Katzen charakteristische Beschwerden, die allgemeiner und spezieller Natur sein können. In Abhängigkeit von der Konstitution der Katze, der Art des Wurms und dem Ausmass des Wurmbefalls sind die Symptome mehr oder weniger intensiv. Klassisch sind folgende Auffälligkeiten:

  1. Appetitlosigkeit
  2. Abgeschlagenheit, Apathie, Mattigkeit
  3. Gelbfärbung der Schleimhäute
  4. Husten und Atemnot
  5. Durchfall mit oder ohne Erbrechen
  6. Entzündungen der Haut mit Juckreiz, Ausschlag und einem Ausdünnen des Fells
  7. blutige Beimengungen oder Wurmeier im Kot
  8. Abnahme des Körpergewichts trotz guter Ernährung
  9. Fell verliert seinen Glanz
  10. Blähbauch
  11. befallene Katzenkinder gedeihen nicht

Anhand dieser Vielzahl ist verständlich, dass bei einem Wurmbefall deiner Katze eine veterinärmedizinische Diagnostik zur Abklärung durchgeführt werden muss. Schliesslich könnten auch Viren, Bakterien der Chlamydien im Spiel sein oder eine Organerkrankung vorliegen.

Wie vermeide ich, dass die Parasiten von Katzen auf Menschen übergehen?

Sicher kuschelst du gern mit deinen Stubentigern. Die Gefahr, dass sich dabei Würmer der Katze auf den Menschen übertragen, besteht trotz bester Hygiene. Es gibt mehrere Übertragungswege für Wurminfektionen, an die wir Menschen zunächst gar nicht denken. Dennoch solltest du im Hinterkopf haben, dass eine Wurmansteckung möglich ist durch:

  • Berühren von Gras, Sand oder Erde
  • direkten Kontakt mit den Katzen Streicheln und Schmusen
  • Belecken über Speichel oder das Anniesen
  • infizierte Katzen, die in deinem Bett schlafen
  • Reinigen der Katzentoilette
  • Überspringen von Flöhen auf den Halter

Was kann ich dagegen unternehmen?

Nicht alle Würmer nutzen Katzen als Zwischenwirt, für manche sind sie auch Endwirt. Insbesondere Kinder sollten darüber aufgeklärt werde. Das "A" und "O" ist immer eine desinfizierende Hygiene. Händewaschen nach jedem Kontakt und vor allem vor dem Essen muss sein. Die vorbeugende Entwurmung sollte jeder verantwortungsvolle Halter kontinuierlich und regelmässig vornehmen. Gerade bei Freigängern ist ein Entwurmen nach Beipackzettel obligatorisch.

Auf welche Weise kann ich Würmer bei Katzen behandeln?

Sind die Parasiten im Kot eindeutig nachgewiesen, stehen Tierärzten bei Wurmbefall verschiedene bewährte Behandlungsmethoden zur Verfügung, um weitere Katzenkrankheiten zu verhindern. Dazu gehört in erster Linie eine medikamentöse Wurmkur. Diese hat zwei Ziele:

  • Beseitigung der adulten Parasiten
  • Abtötung der Larven und der Finnen, um eine weitere Vermehrung zu stoppen

Ist eine Entwurmungsmassnahme erfolgreich, erholt sich der fellige Patient schnell wieder. Werden Würmer bei Katzen nicht therapiert, können diese an andere Tiere übertragen werden. Trächtige Mütter bringen dann beispielsweise missgebildete Kitten zur Welt, haben Tot- oder Frühgeburten. Geschwächte ältere Samtpfoten oder Babys können schnell an einem Befall mit Würmern eingehen. Ein schnelles Handeln ist daher bei Befall immer angesagt.

Führen Wurminfektionen zum Tod des Tieres?

Nicht unweigerlich. Das kommt immer auf:

  • das Alter
  • die Widerstandsfähigkeit und die Stärke des Immunsystems
  • den Effekt und den Zeitpunkt der Therapie
  • auf die organischen Schäden durch die Würmer
  • eine optimale Pflege und Haltung-
  • eine wirksame Vorbeugung

an. Du siehst: Katzenhalter können durchaus eine ganze Menge gegen Würmer bei Katzen tun. Am wichtigsten ist dabei, die Verbreitung schnell einzudämmen.

Welchen Einfluss hat das Immunsystem auf einen Wurmbefall?

Haben Katzen eine geschwächte immunologische Abwehr, dann ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass Würmer Katzen befallen können. Die Larven vieler Wurmarten sind weit verbreitet. Sie werden meist durch das Fressen von gejagten Tieren oder durch das Aufnehmen von Grashalmen in den Körper eingebracht. Ein intaktes Immunsystem wehrt sich gegen viele dieser Schmarotzer. Daher sind die Symptome am Anfang nicht ausgeprägt. Vermehren sich Würmer bei Katzen aber zu stark, dann kann der Organismus nicht mehr dagegen ankämpfen. Forschungsergebnisse haben gezeigt, dass ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen Immunsystem und Würmern bei Katzen vorliegt. Felidae mit einer intakten, aktiven Immunabwehr zeigen oft ein Gleichgewicht zwischen Erreger und Wirt, in dem beide problemlos zusammenleben.

Der Tierarztvergleich für die Schweiz. Finde die besten Tierärzte in deiner Nähe - mit Preisen und Bewertungen!

Das könnte dich auch interessieren

Lungenwürmer Hund – Fragen und Antworten zu den Parasiten und zur Leishmaniose

Bei vielen Hundebesitzern kursiert der Irrglaube, dass Lungenwürmer beim Hund identisch mit der Leishmaniose sind. Teilweise ist das verständlich, vor allem, wenn keine praktische Erfahrung vorliegt. Und ganz gleich, ob Lungenwürmer oder Leishmaniose vorliegt, beide sind schwerwiegende Erkrankungen für den Vierbeiner. Die Ursachen sind aber völlig unterschiedlich. Wir informieren dich über Infektion, Symptome, Behandlung und Risiken der jeweiligen Krankheit. Mit unseren Informationen bist du auf der sicheren Seite.

Hundevermittlung Schweiz – mit diesen 7 Tipps gelingt die Adoption

Du möchtest dir einen Hund zulegen, weisst aber noch nicht so richtig, wo du anfangen sollst? Was musst du beachten? Ist ein Kauf vom Züchter der beste Weg oder solltest du lieber den Tierschutz unterstützen? Oder bevorzugst du den bequemen Weg über Inserate? Viele Fragen wie diese ergeben sich auf der Suche nach dem Hund, der perfekt zu dir passt, deinem Begleiter in allen Lebenslagen. Aber keine Sorge, mithilfe unserer FAQs hast du in nur wenigen Minuten den Überblick über die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Hundevermittlung in der Schweiz.

Die Leistungen der Tierversicherer für Hunde, Katzen & Co.

Haustiere haben bei vielen Menschen den Status eines vollen Familienmitglieds. Sie gelten als treue Begleiter. Doch auch sie können Schaden erleiden oder verursachen. Damit du als Halter nicht auf unüberschaubaren Kosten sitzen bleibst, handeln Tierversicherer eine ganze Reihe an Verträgen auf dem Markt, die das finanzielle Risiko für Tierbesitzer senken. Wir zeigen dir, welche Verträge dir Tierversicherer anbieten und worauf du bei einem Abschluss achten musst. Auch erfährst du hier, welche Leistungen besonders wichtig sind.

Appenzeller Hunde – mehr als Schweizer Sennenhunde

Appenzeller Hunde – oder auch Appenzeller Sennenhunde genannt – gehören heute nicht mehr ausschliesslich als Bauernhunde auf die Alm, sondern erfreuen sich auch als Familien- und Begleithunde immer grösserer Beliebtheit. Doch was kennzeichnet dieses Schweizer Original und was gilt es vor der Anschaffung zu beachten? Die Rassebeschreibung des Appenzellers, sein Wesen und was es bei der Haltung dieser Hunderasse zu beachten gilt, erfährst du hier.

Tollwut Schweiz: Wie hoch ist das Risiko?

Die Rabies, auch Tollwut genannt, gehört global nach wie vor zu den gefürchtetsten Krankheiten. Vor allem in Asien und Afrika sterben jährlich Tausende Menschen an der Virusinfektion. Die gute Nachricht vorweg: Die klassische terrestrische Tollwut ist in der Schweiz seit 1998 ausgerottet. Die schlechte Nachricht: Es gibt noch einige von Fledermäusen übertragene Varianten. Glücklicherweise stehen sowohl für den Menschen als auch für das Tier wirkungsvolle Impfstoffe zur Verfügung. Hier gibt es die wichtigsten Informationen rund um die Tollwut in der Schweiz.

Deine Katze hustet? So gehst du der Ursache auf den Grund

Jeder Tierbesitzer freut sich, wenn sein Tier gesund und munter ist. Doch auch Tiere können krank werden und sind dann auf deine Hilfe angewiesen. Du möchtest, dass es deinem Haustier schnell wieder besser geht. Wenn deine Katze hustet, solltest du das nicht als Bagatelle abtun. Wenn der Husten nicht schnell wieder aufhört, musst du unbedingt professionelle Hilfe beim Tierarzt suchen. Dieser untersucht deine Katze genau und stellt eine professionelle Diagnose. Je nachdem, ob es sich um eine Infektion, eine Lungenentzündung oder sogar Asthma handelt, wird er eine wirkungsvolle Behandlung einleiten. Alles rund um die hustende Katze haben wir hier zusammengestellt.