Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

>
Ratgeber-Übersicht
>
Eine Katze mit Down Syndrom? Nur ein Mythos!

Eine Katze mit Down Syndrom? Nur ein Mythos!

Katzen begeistern das Internet fast seit es existiert. Und noch besser als gewöhnliche Tiere sind Katzen mit seltenen Eigenarten. Immer wieder liest man von Katzen mit Down Syndrom. Manche von ihnen sind zu richtigen Internet-Berühmtheiten geworden. Das Problem dabei ist nur: Katzen mit Down-Syndrom gibt es gar nicht … Wir erklären dir, was es mit dem Down-Syndrom bei Tieren auf sich hat und welche Fakten dahinterstecken können.

Was ist das Down-Syndrom beim Menschen?

Das Down-Syndrom heisst eigentlich Trisomie 21. Dahinter steckt ein Gendefekt: Gesunde Menschen haben 23 Chromosomenpaare, insgesamt also 46 Chromosomen. Manchmal kommt es vor, dass ein Chromosom nicht nur zweimal, sondern dreimal vorhanden ist. Ein Mensch mit Trisomie hat also nicht 46, sondern 47 Chromosomen. Wenn das 21. Chromosom betroffen ist, spricht man von Trisomie 21 oder auch vom Down-Syndrom. Die Symptome dieser Erkrankung beim Menschen sind vielfältig. Häufig kommen zum Beispiel vor:

  • ein typisches Aussehen mit weit auseinander stehenden Augen, einem kleinen, runden Kopf und einer breiten Nasenwurzel
  • verringerte Körpergrösse
  • Muskelschwäche
  • Anfälligkeit für Infekte
  • angeborene Herzfehler
  • verminderte Intelligenz

Viele Fälle von Trisomie 21 können schon in der Schwangerschaft festgestellt werden. Nach der Diagnose bricht ein sehr grosser Teil der Frauen die Schwangerschaft ab, obwohl inzwischen viele Menschen mit Down-Syndrom sehr gute Lebensperspektiven haben.

Können Tiere das Down-Syndrom haben?

Die Genstruktur von Tieren unterscheidet sich von der menschlichen. Katzen zum Beispiel haben nur 19 Chromosomenpaare. Das bedeutet: Sie können auf keinen Fall das Down-Syndrom haben, denn sie besitzen ja gar keine 21 Chromosomenpaare. Auch andere Tiere können kein Down-Syndrom im engeren Sinne haben. Trotzdem kommen bei ihnen Trisomien und andere Gendefekte vor.

Welche Krankheiten stecken wirklich hinter den "Katzen mit Down-Syndrom"?

Als "Katze mit Down Syndrom" werden hin und wieder Tiere bezeichnet, die ähnliche Symptome aufweisen wie Menschen mit Trisomie 21. Dazu gehören vor allem die äusseren Merkmale. Eine entsprechende Katze ist zum Beispiel kleiner als gewöhnlich, hat weit auseinander stehende, schräge Augen und einen kleinen, hinten abgeflachten Kopf. Hinter diesem ungewöhnlichen Aussehen können verschiedene Krankheiten stecken. Manchmal handelt es sich nur um einzelne Fehlbildungen, die keine weiteren Auswirkungen auf die Gesundheit der Katze haben, manchmal steckt ein Gendefekt dahinter. Ursachen für Gendefekte können zum Beispiel Inzucht, Krankheiten der Mutterkatze während der Trächtigkeit oder auch zufällige Mutationen sein.

Weisen weit auseinander stehende Augen auf einen Gendefekt hin?

Viele Menschen verbinden das Down-Syndrom vor allem mit einer typischen Gesichtsform mit weit auseinander stehenden Augen. Aber natürlich reicht dieses Aussehen längst nicht aus, um eine Diagnose zu stellen. Das gilt vor allem bei Tieren, die ja ohnehin andere Gesichtsformen haben als Menschen. Trotzdem kann ein ungewöhnliches Aussehen auch bei Tieren ein Zeichen für einen Chromosomendefekt sein. Im Zweifel solltest du deinen Tierarzt fragen, welche Gründe das Aussehen deines Tieres hat.

Was bedeutet ein Gendefekt für die Gesundheit von Katzen?

Gendefekte wirken sich oft nicht nur auf das Aussehen aus, sondern auch auf das Verhalten oder auf die inneren Organe. Das bedeutet: Eine Katze mit Gendefekt könnte zum Beispiel einen Herzfehler oder Probleme mit den Nieren haben. Sie könnte schlecht hören oder sehen oder sich ungewöhnlich verhalten. Vielleicht liegt auch keines dieser Probleme vor. Falls du den Verdacht hast, dass dein Tier einen Gendefekt haben könnte, solltest du deshalb immer einen Tierarzt auf das Problem ansprechen. Er kann die Ursachen herausfinden und dir Tipps für die Gesundheit deiner Katze geben.

Wie pflege ich eine Katze mit Gendefekt?

Eine Katze mit Gendefekt braucht vermutlich mehr Aufmerksamkeit und Zuwendung von "ihren" Menschen. Möglicherweise ist die Erziehung schwerer und die Tipps üblicher Ratgeber versagen. So werden manche Katzen zum Beispiel nur schwer stubenrein. Oft haben Tiere mit schwerwiegenden Erkrankungen Probleme, mit Artgenossen zu leben. Je nach Begleiterkrankungen und Symptomen kann weitere Pflege nötig werden. Welche Einschränkungen und Besonderheiten es gibt, hängt jedoch vom Einzelfall ab.

Warum begeistern uns "Katzen mit Down-Syndrom" so sehr?

Tiere, die angeblich das Down-Syndrom haben, sind in den letzten Jahren virale Hits geworden. Dazu gehört zum Beispiel das Kätzchen Otto aus der Türkei, Kater Monty, den ein Paar aus einem dänischen Tierheim geholt hat, und der weisse Tiger Kenny. Fotos von solchen Tieren begeistern das Netz. Aber warum? Dafür gibt es wahrscheinlich mehrere Gründe:

  1. Tiere mit einem Gendefekt werden von vielen Menschen als niedlich oder witzig empfunden. Ihr ungewöhnliches Aussehen zieht die Blicke auf sich und lässt sich gut vermarkten.
  2. Dass sie sich häufig tollpatschig und ungeschickt verhalten, steigert dies noch. Fotos und Videos von "normalen" Katzen haben wir schliesslich schon tausendfach gesehen. Besonders tollpatschige Tiere sind da noch etwas Besonderes.
  3. Häufig sind die Geschichten rund um Katzen mit Down-Syndrom etwas fürs Herz: Sie erzählen von Tieren, die lange im Tierheim oder auf der Strasse lebten und dann gerettet wurden. Das hören und sehen wir einfach gerne.

Das könnte dich auch interessieren

Gabapentin Hund – Mittel der Wahl bei Schmerzen beim Hund?

Wenn dein geliebter Hund unter starken Schmerzen leidet, dann hast du sicherlich nur einen Wunsch: ihm zu helfen. Eine Schmerztherapie durchzuführen, gehört auf jeden Fall in die erfahrenen Hände eines Tierarztes. Um ihm die Diagnose zu erleichtern, kannst du ein Schmerztagebuch für deinen Hund führen. Je nachdem, welche Krankheiten bei deinem Tier vorliegen, wird sich dein Tierarzt vielleicht für Gabapentin entscheiden. Wir geben dir einen Überblick über Indikationen, Behandlung und Nebenwirkungen des Wirkstoffes. Ausserdem haben wir dir viele hilfreiche Informationen zusammengestellt, die dir helfen, dass dein Vierbeiner schnell wieder gesund wird, und dir zeigen, und wo du weitere Hilfe findest.

Welcher Hund passt zu mir?

Wer sich entschieden hat, einen Hund zu kaufen, muss sich zunächst mit der Frage auseinandersetzen, welche Hunderasse geeignet ist. Es gibt über 300 verschiedene Hunderassen, die sich nicht nur in ihrem Aussehen, sondern auch in ihrer Persönlichkeit und ihren Wesenszügen unterscheiden. Ein Hund ist ein jahrelanger Begleiter und der Alltag verändert sich mit ihm grundlegend. Aus diesem Grund sollte der Wunschhund so gut wie möglich zu dem Besitzer und seinen Lebensumständen passen. Welche Fragen sich ein zukünftiger Hundebesitzer stellen sollte und welche zahlreichen Faktoren zu beachten sind, erklärt dieser Artikel.

Wie viel kostet ein Hund in der Schweiz? Alles zu Ausgaben für Anschaffung und Unterhalt

Das Leben mit einem Vierbeiner ist für viele Menschen ein absolutes Muss. Doch spätestens, wenn du die einen Hund zugelegt hast, wird dir deutlich, dass er nicht nur in der Anschaffung einiges an Geld kostet, sondern auch in seinem täglichen Unterhalt. Dabei gilt natürlich: Verschiedene Haustiere haben ganz unterschiedliche Bedürfnisse, sodass ein Überblick über mögliche Kosten immer nur für eine Tierart gültig ist. Wie die Hundehaltung und deren Kosten in der Schweiz aussehen und was dabei auf dich zukommt, erfährst du in diesem FAQ.

Wie alt werden Hunde? Antworten auf wichtige Fragen

Als Herrchen oder Frauchen eines Hundes wünscht du dir natürlich, dass dein Hund dich lange begleiten kann. Die Zeit vergeht jedoch schnell und erste Alterserscheinungen machen sich beim Hund bemerkbar. Spätestens dann wirst du dir als Besitzer die Frage stellen: Wie alt werden Hunde? In der Tat kann zwischen der Lebenserwartung einer bestimmten Hunderasse und dem tatsächlich erreichten Alter ein grosser Zeitraum liegen. Was du über das Altern von Hunden wissen solltest und wie du vorbeugend handeln kannst, erfährst du in diesem Artikel.

Die Schweizerische Tiermeldezentrale bringt Besitzern vermisste Haustiere zurück

Wenn ein Haustier plötzlich verschwindet, ist das Leid der Besitzer gross. Die Ungewissheit über den Verbleib des treuen Begleiters schmerzt. Jährlich werden etwa 30.000 solcher Fälle in der Schweiz dokumentiert. Die Schweizerische Tiermeldezentrale, kurz STMZ, hat sich als Non-Profit-Organisation auf das Suchen und Finden vermisster Tiere spezialisiert. Als Meldestelle fungiert eine Plattform im Internet. Über das Verzeichnis findest du jeden erfassten Fall. Die Meldestelle wird von einem Helferkreis unterstützt und steht dir rund um die Uhr mit Rat und Tat zur Seite.

Zeckenhalsband Haustiere – Fragen und Antworten zur Wirkung

Tiere sind gerne in der freien Natur unterwegs und gehen auf Jagd. Die Heimkehr ist dann weniger schön, wenn ein Haustier sich auf einmal stark zu kratzen beginnt oder im Fell Parasiten aufweist. Dann besteht für den Haustierhalter Handlungsbedarf.