Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

Finde die besten Tierärzte in deiner Nähe
>
Ratgeber-Übersicht
>
Kreuzbandriss Hund – eine schnelle Operation ist nötig

Kreuzbandriss Hund – eine schnelle Operation ist nötig

Wenn der vierbeinige Freund plötzlich humpelt, denkt niemand sofort an einen Kreuzbandriss beim Hund. In der Regel ist ein Bänderriss in den Vorstellungen der Hundehalter mit einem Unfall verbunden. Anders als bei Menschen muss bei Hunden aber keine Verletzung vorliegen, damit es zu einem Kreuzbandriss kommt. Die Mehrheit der Kreuzbandrisse bei Hunden ereignet sich in Folge von degenerativen Veränderungen im Kniegelenk. Arthrosen führen dazu, dass Ober- und Unterschenkel sich nicht mehr im optimalen Verhältnis zueinander bewegen. Dadurch wird das Kreuzband langsam immer dünner und reisst stückweise ein, bis es schliesslich ganz unspektakulär – und oft auch unbemerkt – ganz abreisst.

Wozu dient ein Kreuzband?

Das Bein besteht aus dem Ober- und dem Unterschenkel. Das ist nicht nur bei Hunden so, sondern trifft auch auf Menschen und Katzen zu. Die Anatomie des Kniegelenks stellt sicher, dass das Bein beweglich ist und sorgt vor allem dafür, dass der Unterschenkel sich unabhängig bewegen kann. Diese Flexibilität ist einerseits notwendig, verursacht andererseits aber Probleme bei der Stabilität. Deshalb gibt es die Kreuzbänder. Von ihnen gibt es zwei pro Gelenk, die in der Regel als vorderes und hinteres Kreuzband bezeichnet werden. Sie verhindern, dass sich die Knochen ausserhalb der vorgesehenen Bahnen bewegen. Am häufigsten reisst bei Hunden das vordere Kreuzband, das verhindern soll, dass der Unterschenkel sich zu weit nach vorne bewegt.

Welche Hunde haben Probleme mit dem Kniegelenk?

Die Ursache für den schleichenden Kreuzbandriss beim Hund sind degenerative Prozesse, an denen naturgemäss ältere Hunde vermehrt leiden. Übergewicht verstärkt die Abnutzungserscheinungen im Kniegelenk. Gleichzeitig gibt es einige Hunderassen, bei denen sie häufiger auftreten als bei anderen. Aufgefallen sind damit bisher

  • Rottweiler
  • Boxer und
  • Labrador Retriever.

Grundsätzlich sind wegen des Körpergewichts grössere Hunde eher gefährdet als kleine.

Ein Kreuzbandabriss in Folge einer Verletzung kann alle Hunde treffen. Hier liegt das höchste Risiko bei den Tieren, die besonders wild toben – also jünger und agiler sind. Zu solchen Unfällen kommt es beispielsweise, wenn ein Hund sehr schnell rennt und dabei in ein Erdloch tritt oder ein Sprung misslingt.

Wie lange darf der Unterschenkel postoperativ nicht belastet werden?

Der Heilungsverlauf hängt natürlich von der angewandten Operationstechnik ab und ist bei jedem Patienten individuell. Als grobe Richtlinie kannst du annehmen, dass nach der Operation rund eine Woche absolute Ruhe für deinen Hund gilt. Mehr als fünf Minuten Ausgang – damit er sich erleichtern kann – sind nicht erlaubt. In den nächsten sechs Wochen darf die Aktivität langsam gesteigert werden. Am besten geschieht dies in Absprache mit dem Tierarzt und unterstützt von physiotherapeutischer Behandlung.

Welche Operation ist richtig?

Insgesamt existieren rund 300 verschiedene Techniken, um einen Kreuzbandriss bei Hunden operativ zu behandeln. Alle Operationsmethoden haben ihre Berechtigung und wenn du dich für eine entscheiden musst, lass dich vorher gut vom behandelnden Tierarzt beraten. Die Kleintierchirurgie unterscheidet die Operationen in solche mit und ohne Bandersatz. Einige Techniken verzichten nämlich darauf, das gerissene Band zu ersetzen, und verändern die Mechanik der Knochen so, dass Unter- und Oberschenkel auch ohne Band nicht verrutschen können. Diese Operationsmethoden sind am weitesten verbreitet und haben sich in den meisten Fällen bewährt:

  • TPLO (Tibial Plateau Leveling Osteotomy): ohne Bandersatz
  • TTA (Tuberositas Tibiae Advancement): ohne Bandersatz
  • Lateraler Fadenzügel: Bandersatz
  • Swivelock: Bandersatz mit Knochenanker

Wie können Menschen ihrem Hund helfen?

Wenn dein Hund einen Kreuzbandriss hat, ist deine erste Aufgabe, dafür zu sorgen, dass er so schnell wie möglich operiert wird. Der Bänderriss wird ohne Operation auch bei guter Pflege nicht verheilen und in der Zeit vor dem Eingriff hat dein Hund Schmerzen. Er ist ausserdem in seiner Beweglichkeit eingeschränkt, sodass er sich weitere Blessuren zuziehen könnte.

Nach der chirurgischen Behandlung ist es wichtig, gut auf den Patienten und seine Gesundheit Acht zu geben. Einerseits bekommt dein Hund eine effektive Schmerztherapie, damit er nicht unnötig leidet, andererseits könnten ihn gerade fehlende Schmerzen zu mehr Bewegung motivieren, als gut für ihn wäre. Deine Aufgaben sind jetzt, deinen Hund zu schonen und ihm Unfallrisiken wie Treppen oder rutschige Böden zu ersparen.

Woran ist ein Kreuzbandriss zu erkennen?

Einige Hunde sind wahre Meister darin, sich Schmerzen oder eine angeschlagene Gesundheit nicht anmerken zu lassen. Bei solch einem Hund kann der Halter eventuell nur ein leichtes Humpeln oder eine Lahmheit eines Beines erkennen. Ist der Kreuzbandriss eines Hundes die Folge einer Verletzung, hat der Halter eher die Chance, die Symptome zu erkennen, falls er dabei war. Meist handelt es sich um einen Sturz, bei dem der Hund kurz aufschreit. Anschliessend will er das betroffene Bein eventuell gar nicht belasten oder humpelt deutlich.

Wie untersucht der Tierarzt einen Kreuzbandriss beim Hund?

Um die Diagnose „Kreuzbandriss“ zu stellen, genügt in den meisten Fällen eine mechanische Untersuchung, bei der der Tierarzt prüft, wie weit er den Unterschenkel nach vorn verschieben kann. Für den sogenannten Schubladentest ist eine kurze Narkose nötig, die die Muskulatur entspannen soll und der Gesundheit des Hundes nicht schadet.

Der Tierarztvergleich für die Schweiz. Finde die besten Tierärzte in deiner Nähe - mit Preisen und Bewertungen!

Das könnte dich auch interessieren

Zeckenbiss Symptome: harmlos oder ein Fall für den Arzt?

Ein Zeckenstich macht sich zumeist durch ein Jucken auf der Haut bemerkbar. Bei näherem Hinsehen entdeckst du einen kleinen schwarzen oder rotbraunen Punkt. Das ist die Zecke, die sich mit ihren Beisswerkzeugen in deine Haut bohrt und dein Blut saugt. Dabei gelangt Speichel von der Zecke in die Wunde. Dieser ist mitunter mit Bakterien und Viren infiziert. Zecken sind dafür bekannt, Krankheiten von einem auf den anderen Wirt zu übertragen. Bei Zeckenstichen ist deshalb Vorsicht geboten und der Verlauf ganz genau zu beobachten. Anfangs gibt es kaum Beschwerden, doch unter Umständen ist deine Gesundheit in Gefahr.

Gabapentin Hund – Mittel der Wahl bei Schmerzen beim Hund?

Wenn dein geliebter Hund unter starken Schmerzen leidet, dann hast du sicherlich nur einen Wunsch: ihm zu helfen. Eine Schmerztherapie durchzuführen, gehört auf jeden Fall in die erfahrenen Hände eines Tierarztes. Um ihm die Diagnose zu erleichtern, kannst du ein Schmerztagebuch für deinen Hund führen. Je nachdem, welche Krankheiten bei deinem Tier vorliegen, wird sich dein Tierarzt vielleicht für Gabapentin entscheiden. Wir geben dir einen Überblick über Indikationen, Behandlung und Nebenwirkungen des Wirkstoffes. Ausserdem haben wir dir viele hilfreiche Informationen zusammengestellt, die dir helfen, dass dein Vierbeiner schnell wieder gesund wird, und dir zeigen, und wo du weitere Hilfe findest.

Deine Katze hustet? So gehst du der Ursache auf den Grund

Jeder Tierbesitzer freut sich, wenn sein Tier gesund und munter ist. Doch auch Tiere können krank werden und sind dann auf deine Hilfe angewiesen. Du möchtest, dass es deinem Haustier schnell wieder besser geht. Wenn deine Katze hustet, solltest du das nicht als Bagatelle abtun. Wenn der Husten nicht schnell wieder aufhört, musst du unbedingt professionelle Hilfe beim Tierarzt suchen. Dieser untersucht deine Katze genau und stellt eine professionelle Diagnose. Je nachdem, ob es sich um eine Infektion, eine Lungenentzündung oder sogar Asthma handelt, wird er eine wirkungsvolle Behandlung einleiten. Alles rund um die hustende Katze haben wir hier zusammengestellt.